Momentan gilt die Schulpflicht bis zur Vollendung der neunten Klasse. Schon ab der sechsten Klassenstufe werden Schüler aber, aufgrund ihrer Leistungen, differenziert und voneinander getrennt.
Es ist verantwortungslos, Menschen zur Teilnahme am Schulleben zu verpflichten und gleichzeitig eine Bildunsschicht vor die andere zu stellen. So werden Schüler gegen ihren Willen einer höheren oder niedrigeren sozialen Ebene zugeteilt.
Zur Bildung zu verpflichten und gleichzeitig auszusortieren fördert Ausgrenzung, verhindert gleichberechtigte Persönlichkeits-/Fähigkeitsentwicklung und verringert die Chance gesellschaftliche Konflikte von Innen heraus überwinden zu können.
- würde die Gesellschaft nicht in Schichten eingeteilt, so würde mehr Respekt im gegenseitigen Umgang mit anderen Menschen (aus der vermeintlich über-/untergeordneten Schicht) herrschen
- gegenseitiger Respekt würde zu mehr Verständnis untereinander führen
- gegenseitiges Verständnis ist bekanntlich die Basis einer jeden Konfliktlösung
- Probleme zwischen sozial starken und schwachen Schichten, die zum größten Teil auf Vorurteilen basieren, würden somit gar nicht erst auftreten
- die gegenseitige Hilfe verschiedener Gesellschaftsschichten würde zu einem starken gleichberechtigten Einheitsgefühl führen, das im Sinne einer jeden demokratischen Gesellschaft stehen sollte
- die Klasse, die sich momentan als die "Überlegene" betrachtet, befürchtet möglicherweise eine Schwächung ihrer Macht: durch eine gleichberechtigte Schulbildung für alle Menschen, würden besser gestellte Schichten zwar Kraft opfern müssen, um anderen Menschen zu helfen (das sollte sich in einem demokratischen Sozialstaat allerdings von selbst verstehen), es würde aber nicht zu einer sozialen Schwächung führen, denn in einer freien Marktwirtschaft (die als angestrebtes Ziel ausgeschrieben ist) bleibt es immernoch die Leistung, die über Vor-und Nachteile und somit über Erfolg und Misserfolg entscheidet [jeder der also vom Angebot seiner Leistung im Wettbewerb der freien Marktwirtschaft überzeugt ist, braucht vor sozialer Gleichstellung keine Angst zu haben und könnte vom erhöhten Konkurrenzdruck möglicherweise noch mit einer eigenen Leistungssteigerung profitieren]
- freie Marktwirtschaft kann überhaupt erst stattfinden, wenn der Markt auch wirklich "frei" von sozialen Hürden ist
- dabei ist natürlich nicht zu vergessen, dass auch die sozial schwächere Schicht (mit anderen Lebenseinstellungen und nicht selten, aufgrund der machtlosen Position, mit mehr Sensibilät für Demokratie und Partizipation)auch der sozial besser gestellten Schicht einiges an Hilfe anbieten kann
= Ergebnis:
* Durchsetzung der Einheitsschule
* Abbau soziale Hindernisse
* gleichberechtigter Wettbewerb
* freie Marktwirtschaft mit maximalem Erfolg für die bestangebotene Leistung
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Das elementare Grundprinzip der Menschenwürde verbietet es, Menschen Bildungschancen willkürlich vorzuenthalten.
AntwortenLöschen„Fachlicher und beruflicher Unterricht soll allgemein zugänglich sein;“ das Recht auf Bildung- Artikel 26 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“.
Das Recht auf Bildung besitzt vier entscheidende Komponenten: 1) die Verfügbarkeit von Bildung (availability), 2) die Zugänglichkeit von Bildung (access), 3) die Eignung von Bildung (acceptability) und 4) die Anpassbarkeit von Bildung (adaptability).
Das dreigliedrige Schulsystem selektiert die Viertklässler in 3 Gruppen, die ab der 5. Klasse unterschiedlich qualitativ und quantitativ geistig ernährt werden- und zwar ungeachtet von ihren eigenen Wünsche und persönlichen Entfaltung. Die Kinder werden um das Recht auf Selbstbestimmung beraubt. Nicht alle Kinder dürfen alle angebotene Schulfächer verkosten und für sich selbst entscheiden: das „schmeckt“ mir, das „schmeckt“ mir nicht.
Nach der vierten Klasse hören die Kinder von hochausgebildeten „Bestimmer“: „Du darfst!“, „Du darfst nicht, weil ....Du zu doof, zu faul, zu klein, zu groß, zu gelb, zu grün...“
Meine Frage an die Politiker: „ Wer bist Du und Wer gibt Dir das Recht mir zu sagen, was ich wissen darf und was nicht. Wer bist Du und Wer gibt Dir das Recht mir vorzuschreiben, wie ich mich geistig zu ernähren habe. Ich allein darf bestimmen, ob mir Physik, Chemie, Psychologie, Informatik oder Fach X schmeckt oder nicht. Dafür habe ich das RECHT ALLE Fächer kennenzulernen- egal ob ich mit 10 Jahre "rot" oder "grün" bin. Wenn Du Politiker ins Cafeteria gehst und Eiscafe mit Sahne bestellst sagt Dir kein Kellner: „Du bist zu dick- bekommst keins!“